Psychische Gefährdungsbeurteilung

Warum ist eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen notwendig?

Eine Steigerung der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen um mehr als 60 % rückt die psychische Gefährundungsbeurteilung in den Fokus der Unternehmen.

Psychische Belastungen wurden lange Zeit wenig berücksichtigt und spielten bei der Gefährdungsbeurteilung kaum eine Rolle. Seit einigen Jahren steigt die Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) kontinuierlich an. Laut AOK haben die Ausfalltage aufgrund psychischer Erkrankungen in den letzten 10 Jahren um mehr als 60 % zugenommen:

Quelle: http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Arbeitsbedingungen/Datensammlung/PDF-Dateien/abbV15.pdf

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) wurde überarbeitet und Psychische Gefährdungsfaktoren stehen seit 2013 gleichberechtigt neben physischen, chemischen, elektrischen und anderen Gefährdungen.

Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen zielt darauf, Gefährdungsfaktoren am Arbeitsplatz, die einen Einfluss auf die psychische und physische Gesundheit haben, frühzeitig zu erkennen und diesen entgegenzuwirken.

Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass es sich in dem gesamten Prozess auf die Arbeit bezogene Belastungen handelt und nicht um die persönliche Befindlichkeit der Beschäftigten.

Die Beurteilung der psychischen Belastungen ist dabei je nach Art der Tätigkeit vorzunehmen. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) sowie die Richtlinien der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) empfehlen, folgende Merkmalsbereiche zu erfassen:

    • Arbeitstätigkeit
    • Arbeitsumgebung
    • Arbeitsorganisation
    • soziale Beziehungen
    • neue Arbeitsformen

Laut Richtlinie „Leitlinie Gefährdungsbeurteilung und Dokumenation“ der GDA (Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie) muss jedes Unternehmen oder Betrieb alle 11 Gefährdungsfaktoren in seinem Gefährdungsbeurteilungen berücksichtigen.

Wie wird eine psychische Gefährdungsbeurteilung durchgeführt?

Für eine psychische Gefährdungsbeurteilung haben sich folgende Methoden bewährt:

    • eine Mitarbeiterbefragung
    • ein Analyseworkshop
    • ein Beobachtungsinterview

Die Mitarbeiterbefragung dient der Grobanalyse und ist Ausgangsbasis, um mit der Arbeit verbundene Gefährdungen zu ermitteln.

Der Analyse-Workshop ermöglicht die Feinanalyse der ermittelten Gefährdungen und kann entweder im Anschluss an die Mitarbeiterbefragung oder bei kleineren Unternehmen als alleiniges Erhebungsmittel eingesetzt werden, um Gefährdungen zu ermitteln und Lösungen zu erarbeiten.

Das Beobachtungsinterview bietet weitere Erkenntnisse und wird unmittelbar am Arbeitsplatz durchgeführt.

Ich unterstütze Sie bei der Umsetzung der psychischen Gefährdungsbeurteilung mit folgenden Schritten:

Festlegen von Tätigkeiten/Bereichen, für die die Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden soll
Ermittlung der psychischen Belastung der Arbeit
Beurteilung der psychischen Belastung
Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen (falls erforderlich)
Kontrolle der Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen
Aktualisierung/Fortschreibung der der Gefährdungsbeurteilung im Falle geänderter Gegebenheiten
Dokumentation

Gerne können Sie Kontakt aufnehmen für ein kostenloses Erstgespräch.